Obergünzburg: Günzpfade, Kirchen und Markt
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Obergünzburg bietet verschiedene Anknüpfungspunkte für eine Reise: Wege entlang der Günz, Kirchen aus dem 15. Jahrhundert, ortsgeschichtliche Sammlungen und ein Wochenmarkt mit festem Rhythmus. So können Sie den Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie vor allem wandern, sich mit Geschichte befassen oder einen Marktbesuch einplanen möchten. Besonders konkret wird diese Wahl bei den Wegmotiven und den historischen Bauzeiten.
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Foto: Flodur63 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Wandern zwischen Günz und Teufelsküche
Obergünzburg ist Ausgangspunkt für Wanderausflüge nach Ronsberg: Pfade führen entlang der Günz oder durch das Felsengewirr der Teufelsküche. Damit stehen ein Verlauf am Fluss und eine felsige Formation als unterschiedliche Wegmotive zur Auswahl. Wer die Tour nach dem Landschaftseindruck auswählt, kann sich an diesem Unterschied orientieren.
Der Naturerlebnispfad Günztal setzt einen anderen Akzent: Als Lehrpfad für Kinder vermittelt er Informationen zu verschiedenen Baumarten und eignet sich auch zum Nordic Walking. Naturwissen und Bewegung sind dort gleichermaßen Teil des Wegprofils. Ein Wanderweg führt durch das Günztal an der Reverdysquelle vorbei.
Wochenmarkt im passenden Rhythmus
Der Wochenmarkt in Obergünzburg findet in jeder ungeraden Woche freitags von 13 bis 17 Uhr statt. Wenn Sie ihn einplanen möchten, gleichen Sie die Kalenderwoche mit dem Rhythmus ab und prüfen Sie vor der Reise die aktuellen Zeiten.
Kirchen und Ortsgeschichte
Die Ortsgeschichte reicht bis 1407 zurück: Unter Kaiser Rupprecht zu Heidelberg erhielt Obergünzburg das Marktrecht. Die heutige Nikolauskirche wurde zwischen 1450 und 1500 erbaut; die Pfarrkirche St. Martin wurde um 1480 eingeweiht. Im zeitlichen Vergleich liegt die Marktrechtsverleihung vor beiden Kirchenangaben und setzt einen früheren Punkt in der Ortsgeschichte.
St. Martin wurde als Wehrkirche erbaut, um den Bürgern in Kriegszeiten Schutz zu bieten. Zahlreiche Stuck- und Freskenkunstwerke schmücken den Innenraum der Pfarrkirche. So verbinden sich bei St. Martin Bauzweck und künstlerische Ausstattung. Der ehemalige Pfarrhof von 1753 beherbergt volkskundliche und ortsgeschichtliche Sammlungen.
Das Ostallgäu als größerer Reisehorizont
Wer bei der Reiseplanung auch das übergeordnete Reiseziel Ostallgäu betrachtet, findet dort weitere Anknüpfungspunkte für Radfahren, Wandern und Berglandschaft. Die RadReiseRegion Ostallgäu umfasst Regionalrouten, die sich über das gesamte Ostallgäu erstrecken. Sie sind durchgängig beschildert, jeweils 25 bis 76 Kilometer lang und haben ein eigenes Thema. Zusätzlich gibt es im Ostallgäu 32 Ortsrouten zum Wandern, die besondere Schätze in der Natur und in den Orten zeigen. Auch die Gebirgslandschaft ist regional gegliedert: Die Berge im Südwesten des Landkreises Ostallgäu gehören zum Vilser Gebirge, jene im Südosten zum Ammergebirge. Die Hochplatte ist mit 2.082 Metern der höchste Berg des Ostallgäus.
Weitere Reiseziele entdecken: Marktoberdorf, Eggenthal, Lamerdingen, Seeg, Oberostendorf, Rieden am Forggensee, Pfronten, Mauerstetten
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