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Seeblick verbindet eine markante Ortsgeschichte mit Erlebnissen rund um den Hohennauener See. In Hohennauen erzählen Burg, Schloss und Dorfkirche von unterschiedlichen Epochen; der Seerundweg und die Badestelle setzen einen anderen Akzent. Wenn Sie Ihren Aufenthalt planen, können Sie so zwischen historischen Bauwerken, einer längeren Route und Zeit am Wasser wählen.
Burggeschichte und Dorfkirche in Hohennauen
Die Burg Hohennauen wurde 1386 erstmals erwähnt. Das Land Rhinow sicherte sie bereits seit dem ausgehenden 12. Jahrhundert nach Süden. Nach dem Dreißigjährigen Krieg war die Burg völlig verfallen; um 1700 entstand auf ihren Grundmauern ein Schloss als Fachwerkgebäude. Unter Hans Ehrenreich von Bornstedt wurde Schloss Hohennauen 1778 erheblich umgestaltet und später teilweise verputzt. 1928 veränderte man das Gebäude stark und ergänzte den Mittelrisalit. Die Abfolge macht die verschiedenen Bauphasen des Ortes greifbar.
Auch die Dorfkirche Hohennauen vereint unterschiedliche historische Spuren. Ihr backsteinerner Westturm geht auf einen romanischen Vorgängerbau aus der Mitte des 13. Jahrhunderts zurück. Als Wehrturm weist er Schießscharten auf. Im Kircheninneren stehen unter der Patronatsloge der um 1769 entstandene, prunkvolle Sandsteinsarkophag von Katharina Hedwig von der Hagen sowie mehrere Gemälde aus dem 18. Jahrhundert. Allianzwappen und Inschriften schmücken den Sarkophag. Wer sich für Geschichte und Bauformen interessiert, findet hier mehrere konkrete Details, die sich voneinander unterscheiden: Wehrarchitektur am Turm, Malerei und ein aufwendig gestaltetes Grabmal.
Seerundweg und Badestelle
Der Seerundweg Hohennauener-Ferchesarer See beginnt und endet am Dorfanger im Ortsteil Hohennauen und ist 23,2 Kilometer lang. Aus Hohennauen führt er über die Kanalbrücke. Seine Markierung besteht aus einem roten Balken auf weißem Grund und dem Wort „Seerundweg“. Die Länge hilft bei der Entscheidung, ob Sie eine ausgedehnte Route in Ihre Planung aufnehmen möchten; prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Bedingungen.
Eine kürzere Idee für Zeit am Wasser ist die Badestelle Hohennauen am Hohennauener See. Sie ist als EU-Badestelle ausgewiesen. Die Badegewässerqualität wird als ausgezeichnet beschrieben und regelmäßig überprüft. Da sich die Wasserqualität ändern kann, informieren Sie sich vor dem Baden über den aktuellen Stand. So lässt sich eine Tourenplanung von einem möglichen Badetag unterscheiden, ohne beides als festes Programm vorauszusetzen.
Das Havelland als weiterer Reisehorizont
Das übergeordnete Reiseziel Havelland bietet zusätzliche Themen für die Reiseplanung. Am Südufer des Gülper Sees lädt ein rund 1,5 Kilometer langer Lehrpfad mit illustrierten Informationstafeln zur Vogelbeobachtung ein. Während des Vogelzugs im Frühling und Herbst versammeln sich dort bis zu 100.000 Gänse und hunderte Kraniche; auch zahlreiche Watvögel, Enten und Silberreiher kommen hinzu. Der Lehrpfad und die saisonalen Beobachtungen setzen dabei unterschiedliche Schwerpunkte: einmal die Orientierung entlang eines ausgeschilderten Lernangebots, einmal das Naturgeschehen im Jahreslauf.
Auch Radfahrende finden im Havelland Orientierung: Mit der Knotenpunktwegweisung lassen sich individuelle Radrouten zusammenstellen. Der Havelland-Radweg führt durch das Havelländische Luch über Nauen, Ribbeck und Rathenow bis in den Natur- und Sternenpark Westhavelland. Er ist überwiegend asphaltiert, flach und angenehm zu fahren. Diese regionalen Möglichkeiten sind ein eigener Teil des Reisehorizonts Havelland und nicht mit den örtlichen Angeboten in Hohennauen gleichzusetzen.
Kulturinteressierte können im Havelland ebenfalls verschiedene Themen vertiefen. Im NaturparkZentrum Westhavelland werden die Niederungslandschaft, die Renaturierung der Unteren Havel, die letzten Großtrappen Deutschlands und der erste Sternenpark Deutschlands für jede Altersgruppe erlebbar gemacht. Das Lilienthal-Centrum Stölln zeigt eine Ausstellung von überregionaler Bedeutung. In Ribbeck stellt das Fontane-Museum im Schloss Zusammenhänge zwischen Theodor Fontane, seinem Jahrhundert, Ribbeck und der Baugeschichte des Schlosses mit moderner Museumstechnik dar. So reicht der regionale Themenbogen von Landschaft und Natur bis zu Literatur und Technikgeschichte.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Wassersuppe, Gollenberg, Nauen, Milower Land, Friesack, Stechow-Ferchesar, Falkensee, Wustermark.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Havelland.