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Breddin entdecken: Kirche, Bahnhof und Region

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2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Breddin lässt sich über zwei historische Spuren entdecken: die Maria Magdalena Kirche und den Bahnhof. An der Kirche kommen romanisierende Formen und eine Innenausstattung aus dem 19. Jahrhundert zusammen; der Bahnhof ergänzt den Ortsbesuch um einen Bezug zur Geschichte der Berlin-Hamburger Eisenbahn. Für Ihre Planung ist vor allem die saisonale Zugänglichkeit der Kirche wichtig.

File:Breddin church 2016 SSE.jpg File:Breddin church 2016 SSE.jpg Foto: Hans G. Oberlack via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Kirchenkunst und Baugeschichte in Breddin

Die Maria Magdalena Kirche Breddin ist tagsüber von Ostern bis zum Reformationstag frei zugänglich. Prüfen Sie die örtlichen Angaben vor Ihrem Besuch. 1847 wurde die Kirche nach Osten kreuzförmig und romanisierend bis zu einer Halbkreisapsis aus Feldstein mit Backsteinkanten erweitert. Die Form und das Material machen den baulichen Eingriff konkret: Der gerundete Abschluss und die unterschiedlichen Baustoffe gehören zur Erweiterung.

Auch die Innenausstattung ist mit dieser Zeit verbunden. Sie stammt aus der Umbauzeit um 1847 und wurde nach 1963 restauriert. Das Altarbild zeigt „Christus in Gethsemane“ und ist eine Kopie nach einem italienischen Meister. Wer sich für Bau- und Kunstgeschichte interessiert, findet hier beides an einem Ort: die Gestaltung des Kirchenbaus und ein benanntes Motiv im Altarbild.

Bahnhof und weitere Orte der Gemeinde

Der Bahnhof Breddin wurde 1886 eröffnet, genau 40 Jahre nach der Eröffnung der Berlin-Hamburger Eisenbahn. Diese zeitliche Folge bietet einen konkreten historischen Bezugspunkt, ohne den heutigen Zugverkehr vorwegzunehmen: Zuerst wurde die Eisenbahn eröffnet, vier Jahrzehnte später folgte der Bahnhof in Breddin.

Zum Blick auf die Gemeinde Breddin gehört auch Damelack, ein Ortsteil mit eigenen historischen Bezügen. Damelack liegt am Gestütsweg zwischen dem Brandenburgischen Haupt- und Landgestüt in Neustadt (Dosse) und dem Mecklenburgischen Landesgestüt in Redefin. Der 160 Kilometer lange Gestütsweg zwischen den Gestüten bildet zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern einen überregionalen Reitwegeverbund. Das Brandenburgische Haupt- und Landgestüt in Neustadt (Dosse) ist zudem ein besonderer Anziehungspunkt für Reitsportlerinnen und Reitsportler in Ostprignitz-Ruppin.

Auch die Ortsdetails in Damelack unterscheiden sich von denen im Ort Breddin: Alte Linden, Eichen und Kastanien prägen den Platz um die denkmalgeschützte Kirche. Das sogenannte „Eierhaus“ steht dort ebenfalls unter Denkmalschutz. So können Sie bei der Planung zwischen dem Kirchenbesuch in Breddin und den Denkmal- und Gestütsweg-Bezügen in Damelack unterscheiden, statt die Sehenswürdigkeiten einem einzigen Ortskern zuzuordnen.

Ostprignitz-Ruppin als weiterer Reisehorizont

Ein weiter gefasster Blick auf Ostprignitz-Ruppin eröffnet zusätzliche Themen für die Reiseplanung. Der Landkreis ist ländlich geprägt und wird durch Weite und Stille, grüne Buchen- und Kiefernwälder, Wiesen, schattige Alleen sowie zahlreiche Seen und Flüsse charakterisiert. Das Ruppiner Seenland ist eines der Reisegebiete des Landkreises. Diese regionalen Landschaften bilden einen eigenen Rahmen für Natur- und Aktivthemen neben der Kirchen- und Ortsgeschichte Breddins.

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Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land liegt teilweise auf dem Gebiet von Ostprignitz-Ruppin und lädt zum Wandern und Radfahren ein. Der Ruppiner-Land-Rundwanderweg verläuft teilweise auf dem Europäischen Fernwanderweg E 10. Für eine literarische Ausrichtung führt der Fontane-Radweg Radfahrerinnen und Radfahrer zu Orten und Landschaften, die Theodor Fontane in seinem Werk „Die Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ beschrieben hat.

Eine weitere regionale Radroute ist die 108 Kilometer lange Bischofstour. Sie führt unter anderem durch Heiligengrabe und Wittstock und lädt zu einer Zeitreise ins Mittelalter durch die Landschaft der Prignitz ein. Die Route verläuft vollständig auf ausgebauten und beschilderten Radwegen; in Heiligengrabe und Wittstock bestehen Bahnanbindungen nach Berlin und Hamburg. Für eine konkrete Fahrt prüfen Sie den Fahrplan, damit Ihre Planung zu den gewünschten Reisetagen passt.

Heidelandschaft und Naturerlebnis

Die Kyritz-Ruppiner Heide ist ein prägnantes Landschaftsthema in Ostprignitz-Ruppin. Sie umfasst 12.000 Hektar auf dem Gebiet des Landkreises und gehört seit 2021 zum Naturpark Stechlin-Ruppiner Land. Zugleich zählt sie zu den größten zusammenhängenden Heideflächen mit Calluna-Heide in Europa. Die Heide bietet geschützten und gefährdeten Tierarten Lebensraum, darunter mehr als 70 Vogelarten und seit 2008 auch dem Wolf.

Für die Erkundung der Heide werden elektrisch unterstützte Fatbikes genutzt, auch auf unbefestigten, häufig sandigen Wegen; so lässt sich die Tier- und Pflanzenwelt schonend erleben. Einen anderen Blick auf die Landschaft bietet der 15 Meter hohe Heideturm auf dem Heinz-Sielmann-Hügel mit seiner weiten Aussicht über Ostprignitz-Ruppin. Bei der Wahl Ihrer Reiseinteressen stehen damit unterschiedliche Schwerpunkte zur Verfügung: Kirchenkunst und Ortsgeschichte in Breddin, Wander- und Radrouten im größeren regionalen Rahmen oder Naturbeobachtung in der Heidelandschaft.

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Weitere Reiseziele entdecken

Weitere Reiseziele entdecken: Wusterhausen/Dosse, Temnitztal, Märkisch Linden, Heiligengrabe, Wittstock/Dosse, Lindow (Mark), Fehrbellin, Neuruppin.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ostprignitz-Ruppin.