Söllingen entdecken
Unterkünfte in Unterkünfte in Söllingen
Söllingen verbindet eine frühe urkundliche Erwähnung mit Industriegeschichte, Windenergie und einem bemerkenswerten Fachwerkbau. Die Themen geben unterschiedliche Einblicke in den Ort: von seinem Namen und früheren Gewerben bis zu einem Picknick mit Blick auf den Windpark und den baulichen Details des Pfarrhauses.
Von „Solynge“ zum Industriestandort
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Söllingen 1090 unter dem Namen „Solynge“. Die Herkunft des Namens deutet möglicherweise auf ein früheres Salzwerk hin. Diese Deutung bleibt eine Möglichkeit; als gesicherter zeitlicher Bezug steht die urkundliche Erwähnung im Jahr 1090.
Im 19. Jahrhundert entwickelte sich Söllingen zu einem Industriestandort. Dazu gehörten eine Zuckerfabrik, eine Brennerei, eine Dampfziegelei, eine Saftfabrik und eine Dampfmolkerei. Die Aufzählung zeigt verschiedene Bereiche der damaligen Produktion – von der Verarbeitung landwirtschaftlicher Erzeugnisse bis zur Herstellung von Ziegeln. Zusammen mit der frühen Namensnennung ergibt sich ein weiter zeitlicher Bogen für die Ortsgeschichte, ohne dass die mögliche Salzwerk-Deutung mit der späteren Industrialisierung gleichgesetzt werden muss.
Windenergie und Gruppenführungen
Im Erlebnisland Windenergie können Sie bei einem Picknick den Blick auf den Windpark Söllingen genießen. So verbindet sich eine Pause im Freien mit dem Thema Windenergie, das hier auch im Namen des Erlebnislands anklingt. Für Schulklassen und andere größere Gruppen ist bei der Landwind-Gruppe eine kostenlose Führung buchbar. Stimmen Sie die Gruppenarrangements vor der Reise ab, wenn Sie dieses Angebot einplanen.
Picknick und Führung sprechen unterschiedliche Interessen an: Das Picknick bietet den Blick auf den Windpark, während die Führung als Gruppenangebot organisiert ist. Für einen Besuch mit einer Schulklasse oder einer größeren Gruppe ist daher die Abstimmung des Führungstermins der praktische nächste Schritt.
Das Pfarrhaus am Bullerberg
Das Pfarrhaus an der Straße Am Bullerberg 1 ist ein zweigeschossiges Fachwerkwohnhaus. Es steht auf einem Kalksteinkellersockel und trägt ein Halbwalmdach mit Ziegelpfannendeckung. Schon diese Merkmale machen die Bauform konkret: Fachwerk, ein steinerner Sockel und die besondere Dachform lassen sich als unterschiedliche Bestandteile desselben Hauses beschreiben.
Auch das Fachwerkgefüge ist genauer charakterisiert: Es weist zweifeldige Streben und eine doppelte Verriegelung auf. An der Südseite befindet sich der achsenmittige Zugang hinter einer Freitreppe. Damit gehören sowohl die Konstruktion des Fachwerks als auch die Anordnung des Eingangs zu den prägenden baulichen Details. Für Architekturinteressierte bietet das Pfarrhaus einen Anlass, auf Bauweise, Dach und Zugang als zusammengehörige, aber unterschiedliche Merkmale zu achten.
Orientierung für die Reiseplanung
Söllingen liegt an der Bundesstraße 244. Die Straße ist damit ein konkreter Orientierungspunkt für die Planung. Welche Unterkunft zu Ihrem Aufenthalt passt, hängt davon ab, welche der örtlichen Themen Sie besonders interessieren – die Geschichte, das Erlebnisland Windenergie oder die Baukunst des Pfarrhauses.
Weitere Kultur- und Naturthemen im Reiseziel Helmstedt
Im Reiseziel Helmstedt ergänzt ein eigener Themenkreis die Ortsgeschichte Söllingens. In Königslutter gehört der Kaiserdom zu den eindrucksvollsten romanischen Bauwerken Niedersachsens. Kaiserdom, Kreuzgang und Kaiser-Lothar-Linde auf dem früheren Klosterhof bilden gemeinsam eine viel besuchte Sehenswürdigkeit. Das Ensemble verbindet sakrale Architektur mit dem historischen Klosterhof.
Im Museum mechanischer Musikinstrumente erklären Führungen die Instrumente; nahezu alle sind funktionstüchtig und vorführbereit. Die Führung wird so zu einem Erlebnis für Groß und Klein. Einen anderen Zugang zu Kultur bietet das Geopark-Informationszentrum in Königslutter mit seinem Tourismus- und Infoservice für den Geopark Braunschweiger Land, den Naturpark Elm-Lappwald und die Stadt Königslutter.
Auch Geschichte und Landschaft greifen im Reiseziel Helmstedt ineinander: Im Forschungsmuseum Schöningen können Sie die Schöninger Speere nahe dem Fundort besichtigen. Dort wurden sie vor etwa 300.000 Jahren zurückgelassen und 1994 gefunden; Grabungen finden dort noch heute statt. Der Schöninger Erlebnispfad führt über 2,5 Kilometer vom Burgplatz zum Forschungsmuseum und umfasst acht Stationen mit großen Informationstafeln. Die Speere und der Pfad bieten damit zwei unterschiedliche Perspektiven auf denselben Themenbereich: die archäologischen Funde und ihre Vermittlung entlang einer Route.
In Helmstedt selbst steht das Juleum Novum als Aula der ehemaligen Universität. Der palastartige Renaissancebau wurde von 1592 bis 1597 errichtet. Eine Architektur-Führung durch Helmstedt vermittelt Baugeschichte von der Romanik bis zum Historismus. Wer den Juleumsturm besteigen möchte, sollte die Zeiten vorab prüfen: Der Aufstieg umfasst 153 Stufen und ist laut angegebenem Rhythmus von April bis Oktober jeden ersten Samstag im Monat von 11:00 bis 12:00 Uhr möglich.
Weitere Reiseziele entdecken: Lehre, Helmstedt, Räbke, Bahrdorf, Königslutter am Elm, Brunsleberfeld, Königslutter, Velpke.
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