Wildeshausen zwischen Kirche und Heide
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Wildeshausen verbindet eine bemerkenswerte Kirchenarchitektur mit einem archäologischen Landschaftsbild. Die Alexanderkirche steht für spätromanische Baukunst, während das Pestruper Gräberfeld südlich des Ortes mit Grabhügeln und Heide einen anderen Zugang zur Geschichte eröffnet. Hinzu kommt das Urgeschichtliche Zentrum Wildeshausen (UZW), ein Informationszentrum für Archäologie im Bereich des Naturparks Wildeshauser Geest. Architektur, Archäologie und Landschaft bieten Ihnen unterschiedliche Schwerpunkte für die Planung Ihres Aufenthalts.
Foto: Dagobert Wiedamann
Alexanderkirche und Urgeschichtliches Zentrum
Die Alexanderkirche in Wildeshausen ist die einzige erhaltene spätromanische Basilika des Oldenburger Landes. Ihre Bauform und kunstgeschichtliche Einordnung machen sie zu einem markanten Kulturthema am Ort. Die Kirche ist täglich geöffnet, außer dienstags. Wenn Sie einen Besuch fest einplanen, prüfen Sie vor der Reise die aktuellen offiziellen Besucherinformationen.
Das UZW widmet sich der Archäologie im Bereich des Naturparks Wildeshauser Geest. Vom Bahnhof Wildeshausen aus erreichen Sie das Zentrum zu Fuß durch die Innenstadt: Der Weg umfasst 600 Meter und dauert 10 Minuten. Damit können Sie den archäologischen Schwerpunkt mit einer konkreten Fußweg-Orientierung ab dem Bahnhof in Ihre Tagesplanung aufnehmen.
Pestruper Gräberfeld: Grabhügel und Heide
Südlich von Wildeshausen liegt das Pestruper Gräberfeld. Es umfasst etwa 40 Hektar und rund 500 Grabhügel und ist eine archäologische Stätte von überregionaler Bedeutung in einer Heide- und Kiefernlandschaft. Im übergeordneten Reiseziel Oldenburg ist das Gräberfeld zugleich die größte zusammenhängende Heidefläche im Landkreis Oldenburg. Dort sind kurze und längere Spaziergänge möglich.
Die Zahlen geben eine Vorstellung von der Ausdehnung: Auf rund 40 Hektar liegen etwa 500 Grabhügel. Zusammen mit der Heide- und Kiefernlandschaft bildet das Gräberfeld einen anderen Akzent als die einzelne Basilika in Wildeshausen. Für Ihre Tagesplanung steht damit neben Architektur auch ein archäologischer Ort im Freien zur Wahl, an dem Sie zwischen kürzeren und längeren Spaziergängen unterscheiden können.
Geschichte und Wege im übergeordneten Reiseziel Oldenburg
Im übergeordneten Reiseziel Oldenburg eröffnet Hude eine weitere historische Perspektive. Das 1232 gegründete Zisterzienserkloster Hude, genannt „Portus Sancte Marie“ („Hafen der Heiligen Maria“), wurde rasch zum geistigen, wirtschaftlichen und politischen Mittelpunkt des östlichen Teils der Grafschaft Oldenburg. Die Klosterruine bewahrt die Reste einer dreischiffigen Basilika mit ausladendem Querschiff. Ursprünglich war die Kirche über 57 Meter lang und über 24 Meter breit; diese Maße geben der Architektur einen konkreten Maßstab. Das Museum im Kloster Hude zeigt Modelle zur Baugeschichte, archäologische Funde, Karten und Texte zur Geschichte der Zisterzienser sowie ein Skriptorium zum Schreiben mit der Feder.
Auch der Lethe-Naturlehrpfad gehört zum übergeordneten Reiseziel Oldenburg. Er beginnt an der Wassermühle Wardenburg an der Lethebrücke und liegt westlich des Wardenburger Ortskerns im Naturschutzgebiet „Lethe“. Der etwa 3 Kilometer lange Rundweg führt durch die Wardenburger Letheniederung. Prüfen Sie vor dem Start die örtlichen Bedingungen.
Eine andere Möglichkeit im übergeordneten Reiseziel Oldenburg ist die 40 Kilometer lange Kanustrecke auf der Hunte von Wildeshausen bis Oldenburg. Sie verfügt über 11 Ein- und Ausstiegsstellen, 10 Rastplätze und 11 Lehrpfad-Tafeln. Die Flussstrecke führt durch die Wildeshauser Geest an Sandbänken, steilen Uferböschungen und Wäldern vorbei. Im Vergleich zum etwa 3 Kilometer langen Rundweg bei Wardenburg ist sie ein deutlich längeres Angebot auf dem Wasser. Streckenlänge und Fortbewegungsart helfen Ihnen, die beiden unterschiedlichen Formate für Ihre Planung einzuordnen.
Weitere Reiseziele entdecken: Ganderkesee, Hatten, Großenkneten, Hude (Oldb), Oldenburg (Oldb), Kirchseelte, Harpstedt, Beckeln.
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