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Andernach: Geysir, Rhein und alte Stadttore

Unterkünfte in Unterkünfte in Andernach

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Andernach treffen Rheinufer und mittelalterliche Bauwerke auf ein ungewöhnliches Naturerlebnis: Der Geysir auf dem Namedyer Werth ist nur per Schiff erreichbar. Dazu kommen Kirchen, Stadttore und Wege durch Felder und Wald. Welche Unterkunft zu Ihrem Aufenthalt passt, hängt daher auch davon ab, ob Sie vor allem den Geysir besuchen, die Stadtgeschichte erkunden oder draußen unterwegs sein möchten.

File:Kaltwasser Geysir Andernach 01.jpg File:Kaltwasser Geysir Andernach 01.jpg Foto: Jürgen Hamann via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Geysir-Erlebnis am Rhein

Die Geysir-Expedition im Geysir Museum Andernach führt durch sechs Museumsbereiche. Exponate und Mitmach-Lernstationen beschäftigen sich mit Geysiren, Vulkanen und den dazugehörigen geowissenschaftlichen Prozessen. Der anschließende Ausflug zum Geysir führt auf das Namedyer Werth: Der Zugang erfolgt ausschließlich mit dem Geysir-Schiff „MS Namedy“, das an den Andernacher Rheinanlagen ablegt und Besucherinnen und Besucher zum Werth bringt. Da die Schiffsverbindung saisonalen und betrieblichen Änderungen unterliegen kann, prüfen Sie die aktuellen Hinweise vor der Reise.

Das Namedyer Werth ist zugleich ein Naturschutzgebiet an einem bewaldeten Rheinufer. Es bietet Lebensräume für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten, darunter Schwarzmilan, Eisvogel und Pirol sowie neun verschiedene Fledermausarten. Damit verbindet ein Ausflug zum Geysir ein konkretes Naturerlebnis mit dem Besuch des Museums. Für Menschen mit Gehbehinderungen sind Geysir Museum, Schiff und Gelände nach Stufe 2 als barrierefrei zertifiziert; eine Begleitperson wird empfohlen. Prüfen Sie die Angaben zur Zertifizierung vor Ihrem Besuch erneut.

Kirchen, Tore und Erinnerungsorte

In der Stadt begegnen Ihnen unterschiedliche Kapitel der Baugeschichte. Der Mariendom, auch Liebfrauenkirche genannt, ist eine reich ausgestattete dreischiffige romanische Emporenbasilika aus der Zeit um 1200. Die Hospitalkirche, auch Hospitalkapelle St. Nikolaus und Elisabeth, war die Kirche des Annuntiatenklosters. Ihre spätbarocke Anlage entstand von 1737 bis 1739 und ist mit umfangreichen Wand- und Deckenmalereien ausgestattet.

Auch die Stadttore und die mittelalterliche Stadtmauer geben Andernachs Geschichte ein bauliches Gesicht. Das restaurierte Koblenzer Tor, früher auch „Burgpforte“ genannt, ist eine vierstöckige mittelalterliche Doppeltoranlage und eines der erhaltenen Stadttore. Das Rheintor gehört zu den ältesten Doppeltoranlagen am Rhein und lädt dazu ein, den historischen Stadteingang zu durchschreiten. An der Stadtmauer ist der Helmwartsturm einer von sechs vollständig erhaltenen Halbrundtürmen; eine nahe Holzkonstruktion bildet einen historischen Wehrgang nach.

Zu den weiteren Stationen zählen die Christuskirche, eine der größten und besterhaltenen Minoritenkirchen im Mittelrheingebiet, und das Läufkreuz. Dessen überlebensgroßer, realistisch gestalteter Korpus stammt aus der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Das Bollwerk am Rheinufer dient als Ehrenmal für die Gefallenen der beiden Weltkriege und ist eine geschichtsträchtige Station an der Rheinpromenade. Das begehbare Spiegelcontainer-Mahnmal zur „Aktion T4“ erinnert an die Opfer nationalsozialistischer Deportationen und lädt zum Gedenken ein.

Grünflächen und Wege rund um Andernach

Die „Essbare Stadt“ macht öffentliche Grünflächen zum Anbauort für Gemüse, Obst, Beeren, Spaliergehölze und Küchenkräuter; Besucherinnen und Besucher dürfen die Erzeugnisse pflücken. Der Hauptteil liegt am Stadtgraben 1–27, direkt an der Stadtmauer zwischen Koblenzer Tor und Ottenturm. Einzelne Pflanzungen können saisonal variieren. Der Ort verbindet einen Spaziergang an der Stadtmauer mit einem besonderen Blick auf öffentlich genutzte Grünflächen.

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Für Bewegung außerhalb der Stadt gibt es verschiedene Wegoptionen. Im Stadtteil Eich sind drei markierte Rundwanderwege mit 4,1, 5,6 und 7 Kilometern ausgewiesen. Sie führen durch Felder, sanfte Hügel und ruhige Waldabschnitte rund um den Nastberg. Der Namedyer Weg verläuft vom Stadtteil Namedy durch den Andernacher Stadtwald hinauf zum Krahnenberg und bietet Ausblicke über den Rhein und die umliegende Landschaft. So lassen sich die Rundwege nach ihrer angegebenen Länge unterscheiden, während der Namedyer Weg den Rheinblick mit einem Aufstieg durch den Wald verbindet.

Anreise und Unterkunft passend planen

Der Bahnhof Andernach liegt zentral am Rand der Altstadt. Als Verbindungen in Richtung Koblenz, Mainz sowie Bonn/Köln werden die Linien RE5, RB26 und RB23 genannt. Da Fahrpläne wechseln können, lohnt sich ein Blick auf die aktuellen Verbindungen bei der Reiseplanung. Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist, findet eine weitere Orientierung: Andernach liegt direkt am Rheinradweg. Entlang des Rheins ist die Stadt aus Richtung Köln/Bonn oder Koblenz erreichbar; gut ausgeschilderte regionale Radwege führen außerdem aus der Eifel und dem Neuwieder Becken dorthin.

Für die Wahl Ihres Aufenthaltsortes in Andernach können Ihre Anreise und die geplanten Unternehmungen den Ausschlag geben. Berücksichtigen Sie, ob der Besuch des Geysirs mit der Schiffsverbindung, die Erkundung der Altstadt, die Wege rund um Eich oder eine Radtour im Mittelpunkt stehen soll. So wählen Sie ein Hotel für Ihre Reisepläne, ohne die unterschiedlichen Erlebnisse der Stadt auf ein einziges Programm zu reduzieren.

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