Friedrichstadt in Dresden: Barocke Geschichte und Spaziergang ins Ostragehege

Friedrichstadt in Dresden steht für barocke Baugeschichte, eine historische Parkanlage und eigenwillige Architektur. Weitere Facetten sind der DVB-Streifzug 4 als Spaziergang und der linksseitige Elberadweg. Zwischen Kirche, Palais, Friedhof, Hafen und Ostragehege liegen dabei sehr unterschiedliche Ziele: historische Räume, markante Bauwerke, ein großer Brunnen und Wege für Spaziergang und Radfahrt.

Barocke Spuren: Kirche, Garten und Festsaal

Die Matthäuskirche ist eine im 18. Jahrhundert entstandene Barockkirche in der Dresdner Friedrichstadt. Nach schweren Kriegsschäden wurde sie wiederaufgebaut. Ihre Gruft enthält den steinernen Sarkophag des Baumeisters Matthäus Daniel Pöppelmann.

Der Garten des Marcolini-Palais wurde nach dem Übergang des Geländes an Graf Heinrich von Brühl im Jahr 1736 zu einer der prachtvollsten privaten Parkanlagen Sachsens. Der Festsaal des Marcolini-Palais ist der einzige erhaltene Barocksaal der Brühl-Ära in Dresden. Die historischen Räume und der alte Park des Marcolini-Palais bilden einen kulturellen Anziehungspunkt in der Friedrichstadt.

Die Yenidze und ihr Blick über Dresden

Auch die Yenidze setzt einen eigenständigen architektonischen Akzent. Sie wurde 1909 als Tabakfabrik im Stil einer Moschee fertiggestellt und eröffnet. Die Verbindung aus Fabriknutzung und Moschee-Stil unterscheidet sie von der barocken Kirche und dem Palais. Im Sommer bietet ihre Dachterrasse einen Blick über Dresden und seine Sehenswürdigkeiten.

Rundgang, Führungen und Friedhof

Der Rundgang „Ein Viertel Friedrichstadt“ kann anhand eines kleinen Stadtplans nachvollzogen werden und vermittelt Wissenswertes über den Stadtteil sowie eigene Entdeckungen. Stadtteilführungen durch die Dresdner Friedrichstadt führen entlang historischer Straßen und ehrwürdiger Gebäude und vermitteln neue Blickwinkel und interessante Details.

Der Alte Katholische Friedhof an der Friedrichstraße wurde 1720/24 angelegt. Dort stehen künstlerisch und historisch wertvolle Grabsteine des 18. und 19. Jahrhunderts.

Die historische Seite lässt sich an unterschiedlichen Bauaufgaben ablesen: Die Matthäuskirche steht für sakrale Architektur, das Palais für Garten und Festsaal, der Friedhof für Grabkunst. Yenidze und die Brücke erweitern dieses Spektrum um Fabrikbau und Hafeninfrastruktur.

Spaziergang, Haltestellen und Elberadweg

Der DVB-Streifzug 4 ist ein Spaziergang von der Friedrichstadt ins Ostragehege. Er beginnt an der Haltestelle Weißeritzstraße, die von der Straßenbahnlinie 10 und der Buslinie 68 bedient wird. Die Strecke endet an der Haltestelle MESSE DRESDEN; von dort besteht mit der Straßenbahnlinie 10 eine Rückfahrmöglichkeit.

Im Park des Städtischen Klinikums Dresden steht der Neptunbrunnen, eine 48 Meter breite barocke Brunnenanlage mit einer dreigeschossigen Kaskade.

Im Alberthafen-Gelände steht eine 77 Meter lange Stahlfachwerkbrücke. Sie liegt am linksseitigen Elberadweg und überspannt die Hafenzufahrt. Stahlfachwerk bezeichnet ein tragendes Gerüst aus miteinander verbundenen Stahlstäben. Für Radfahrende verbindet sich an dieser Stelle der Radweg mit einer klar erkennbaren Stahlkonstruktion im Hafenraum. Stahlfachwerk, Hafenraum und Radweg setzen hier einen sachlichen Kontrast zu Kirche, Palais und Brunnen.

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