Bidingen entdecken
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Kulturgeschichte, religiöse Tradition, ein erzählerisch gestalteter Weg und Spuren der Eiszeit geben einer Reise nach Bidingen unterschiedliche Anknüpfungspunkte. Die Pfarrkirche St. Pankratius, Orte am Kalvarienberg, der Sagenhafte Weg und der Dachssee führen dabei von Baukunst und örtlichem Brauchtum bis zu Landschaftsgeschichte und Bewegung.
File:Das Fischwunder als Wandgemälde am Pfarrhaus von Bidingen ggü. der Kirche.jpg
Foto: EinEngener via Wikimedia Commons, CC0
Kirchen, Kapelle und religiöse Tradition
Die Pfarrkirche St. Pankratius in Bidingen besitzt einen gotischen Kern aus dem Jahr 1426. Ihre Ausstattung verbindet weitere konkrete Namen und Daten: Johann Georg Wolcker aus Augsburg malte 1738 die Fresken im Langhaus. Den Stuck fertigten Joseph und Franz Xaver Schmuzer, die als Wessobrunner bezeichnet werden. So lässt sich die Kirche auch über ihre Kunstwerke und deren Urheber erschließen.
Am Kalvariberg in Weiler steht die katholische Kalvarienbergkapelle. Der Rundbau mit Kuppeldach, Laterne und Wandgliederung wurde 1729/30 von Johann Georg Fischer errichtet und besitzt seine Ausstattung. Auf dem Kalvarienberg in Bidingen finden heute Andachten und Taufen sowie an Mariä Himmelfahrt eine Kräutersegnung statt. Die konkreten Termine und Zeiten können variieren; prüfen Sie sie vor einer gezielten Planung.
Landschaft und Sagenhafter Weg
Der Dachssee erzählt von einer älteren Landschaft: Er ist ein Überbleibsel eines Sees, der sich nach der letzten Eiszeit im Gebiet der heutigen Gemeinde Bidingen gebildet hatte. Wer sich für die Entstehung der Landschaft interessiert, findet hier einen anderen Zugang zum Ort als in Kirchenbau und religiöser Tradition.
Auf dem Sagenhaften Weg – Route Bidingen werden Mythen durch Informationstafeln, Texte und lebensgroße Sagenfiguren vermittelt. Auch der Untergrund ist genau beschrieben: etwa 96 Prozent der Route sind asphaltiert, etwa 4 Prozent bestehen aus gekiesten Wirtschafts- und Forstwegen. Für die Fahrt wird der Uhrzeigersinn empfohlen; Parkmöglichkeiten stehen an der Mehrzweckhalle in Bidingen zur Verfügung. Von Bernbach über die Gennachsäge ist der Weg an die Route „Biessenhofen“ angeschlossen. Damit lässt sich die Route sowohl über ihre Geschichten als auch über ihren Belag und ihre Verbindung im Wegenetz einordnen.
Für Winterinteressierte gibt es in Bidingen den örtlichen Skilift Bidingen. Prüfen Sie vor konkreten Winterplänen die saisonalen Betriebsinformationen. So bleiben Kulturorte, Landschaft und saisonale Freizeitangebote unterschiedliche Schwerpunkte, die Sie bei der Planung Ihres Aufenthalts gegeneinander abwägen können.
Bidingen im übergeordneten Reiseziel Ostallgäu
Im übergeordneten Reiseziel Ostallgäu reicht der Landschaftsrahmen über den einzelnen Ort hinaus. Die Berge im Landkreis gehören im Südwesten zum Vilser Gebirge und im Südosten zum Ammergebirge. Mit 2.082 Metern ist die Hochplatte der höchste Berg des Ostallgäus. Auch die regionalen Wegeangebote beziehen sich auf das Ostallgäu: 32 Ortsrouten laden dort zum Wandern ein und zeigen besondere Schätze in Natur und Orten. Die Regionalrouten der RadReiseRegion erstrecken sich über das gesamte Ostallgäu, sind jeweils 25 bis 76 Kilometer lang, durchgängig beschildert und einem eigenen Thema gewidmet.
Prüfen Sie zeitgebundene Besuche vorab und wählen Sie anschließend die Unterkunft passend zu Ihrer eigenen Reiseplanung.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Osterzell, Irsee, Görisried, Buchloe, Eisenberg, Lamerdingen, Stötten a.Auerberg, Marktoberdorf.
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