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Kruft: Naturraum und Steintradition

Unterkünfte in Unterkünfte in Kruft

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Kruft treffen zwei spannende Blickwinkel aufeinander: Der Korretsberg wird wegen seiner landschaftsprägenden Eigenart und Schönheit, aus wissenschaftlichen Gründen und aufgrund seiner geologischen Beschaffenheit als Naturschutzgebiet erhalten. Zugleich erzählt die Ortsgeschichte davon, wie Tuffstein und Trass genutzt wurden. Wer Natur und Kultur gleichermaßen schätzt, findet hier unterschiedliche Themen, an denen sich die Reiseplanung ausrichten kann.

File:Kruft.jpg File:Kruft.jpg Foto: Rolf Kranz via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Korretsberg und die Geschichte des Steins

Die römische Geschichte Krufts ist eng mit unterirdischen Steinbrüchen verbunden. Im Gemeindegebiet gewannen die Römer Tuffstein; nachweislich gelangte das Material bis nach Italien, wo es für öffentliche Gebäude verwendet wurde. Auch Trass aus Kruft kam beim Bauen zum Einsatz. Die beiden Materialien stehen für unterschiedliche Aspekte der lokalen Geschichte: Tuffstein verließ den Ort und fand andernorts Verwendung, während Trass ebenfalls als Baustoff genutzt wurde. So lässt sich Kruft nicht nur über einzelne Bauwerke, sondern auch über die Gewinnung und Verwendung seiner Gesteine entdecken.

Der Korretsberg ergänzt diesen historischen Blick um die Erhaltung einer landschaftlichen und geologischen Eigenart. Seine Schutzgründe umfassen ausdrücklich die besondere Schönheit und Prägung der Landschaft sowie wissenschaftliche und geologische Gesichtspunkte. Damit bietet sich ein anderer Zugang als bei den Spuren des Steinabbaus: Hier geht es um die besonderen Eigenschaften des Gebiets, die bewahrt werden sollen. Wenn Sie eine Unterkunft in Kruft auswählen, können diese Natur- und Geschichtsthemen helfen, Ihre persönlichen Interessen für den Aufenthalt zu gewichten.

Kapellen, Rathaus und ein lokaler Rundweg

Auch einzelne Bauwerke geben Einblicke in verschiedene Zeiten. Die Ursprungskapelle der Kirche St. Dionysius stammt aus dem Jahr 1722. Die Johanneskapelle am Korret ließ Dr. Jean Schmitz 1936 errichten, aus Dankbarkeit dafür, gesund aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt zu sein. Die beiden Kapellen verbindet ihr Bezug zu Kruft, ihre überlieferten Entstehungsgeschichten unterscheiden sich jedoch deutlich. Vor dem historischen Rathaus steht außerdem der Marienbrunnen, ein weiterer Orientierungspunkt für den Blick auf den Ort.

Die Korret-Umrundung führt an der Kirche St. Dionysius und der Johanneskapelle vorbei. So lässt sich die Route mit zwei der genannten sakralen Bauwerke verbinden, während der Marienbrunnen vor dem historischen Rathaus einen eigenen Bezugspunkt im Ort bietet. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Bedingungen. Für Ihre Planung lohnt es sich, zwischen dem Interesse an den Kapellen und der Route einerseits und dem Naturschutzgebiet beziehungsweise der Geschichte der Baustoffe andererseits zu unterscheiden: Diese Themen geben unterschiedliche Anlässe, Kruft näher kennenzulernen.

Kruft im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz

Im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz kommen weitere Kultur- und Landschaftsthemen hinzu. Die Genovevaburg wurde 1280 durch den Trierer Erzbischof Heinrich von Finstingen erbaut. Die Sayner Hütte ist ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur und das einzige Denkmal in Rheinland-Pfalz mit dieser Auszeichnung. Nach Restaurierungen laden dort moderne Ausstellungen und multimediale Inszenierungen zum Entdecken ein; außerdem werden Führungen und kreative Workshops angeboten. Diese Beispiele eröffnen andere Zugänge als die Kruft prägenden Themen Tuffstein, Trass und Kapellen.

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Wer sich für Baugeschichte interessiert, kann im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz auch die Abtei Sayn mit ihrer um 1200 gegründeten Abtei und der 1202 geweihten Abteikirche einordnen. Der Schlosspark Sayn wurde von 1840 bis 1850 als englischer Landschaftsgarten gestaltet; zu seinen beschriebenen Merkmalen gehören ein Schlossweiher mit Wasserfontäne, geschwungene Wege, Ruhebänke und stille Plätze. Für einen anderen Schwerpunkt steht der Lava-Dome: Er ist das Deutsche Vulkanmuseum in Mendig. Das Geysir-Museum erläutert in fünf Ausstellungsbereichen, wie der höchste Kaltwassergeysir der Welt funktioniert. Die 33 Kilometer lange Vulkanpark-Radroute führt von Mayen über Mendig, Kretz und Plaidt bis nach Andernach. Diese regionalen Beispiele sind ein eigener Kontext zu Kruft und helfen dabei, die Reiseinteressen über den einzelnen Ort hinaus zu ordnen.

Unterkunft nach den eigenen Interessen auswählen

Überlegen Sie bei der Suche nach einem Hotel in Kruft zuerst, welche der lokalen Themen für Sie im Mittelpunkt stehen: der Korretsberg als Naturschutzgebiet, die Geschichte von Tuffstein und Trass oder die Kapellen und die Korret-Umrundung. Wenn Sie zusätzlich Kultur- und Landschaftsthemen im übergeordneten Reiseziel Mayen-Koblenz berücksichtigen möchten, können auch diese Ihre Reiseplanung prägen. So beginnt die Auswahl mit den Interessen, die Sie tatsächlich nach Kruft und in den weiteren regionalen Kontext führen.

Weitere Reiseziele entdecken: Gering, Kerben, Mertloch, Weißenthurm, Kettig, Ditscheid, Kottenheim, Langenfeld.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mayen-Koblenz.

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