Photokina in Köln: Geschichte der Fotomesse
Photokina Köln 1954
Die Photokina wurde von 1950 bis 2018 in Köln veranstaltet. Über Jahrzehnte galt sie als internationaler Treffpunkt für Fotografie, Kameratechnik, Video und Imaging. Nach der letzten Ausgabe 2018 setzte die Koelnmesse die Veranstaltung zunächst aus; eine weitere Photokina wurde nicht mehr durchgeführt.
Treffpunkt der internationalen Fotobranche
Hersteller, Fachpublikum und Fotobegeisterte kamen im Abstand von meist zwei Jahren nach Köln. Kameras, Objektive, Filme, Labortechnik und später digitale Bildverarbeitung machten technische Veränderungen unmittelbar erlebbar. 2010 präsentierten sich nach damaligen Veranstalterangaben 1.251 Anbieter aus 45 Staaten vor mehr als 180.000 Besuchern.
Mit dem Übergang von analoger zu digitaler Fotografie veränderten sich auch die Themen. Digitalkameras, Bildbearbeitung, Smartphone-Fotografie, Online-Plattformen und Bewegtbild rückten stärker in den Mittelpunkt. Vorführungen und Ausstellungen ergänzten die klassischen Messestände.
Warum die Photokina nicht fortgeführt wurde
Produktzyklen wurden kürzer, Hersteller kommunizierten Neuheiten über eigene Präsentationen und digitale Kanäle, und der Kameramarkt wandelte sich grundlegend. Ein zunächst angekündigter jährlicher Rhythmus konnte die Reihe nicht dauerhaft sichern. Die Photokina bleibt deshalb ein historisches Kapitel der Kölner Messegeschichte.
Regelmäßig stattfindende Messen und Kölner Veranstaltungen
Aktuelle Termine bietet die Übersicht zu Messen in Deutschland. In Köln finden weiterhin die Gamescom und die ANUGA statt. Weitere große Reihen sind die IFA Berlin, die ITB Berlin, die Frankfurter Buchmesse und die boot Düsseldorf. Abseits der Messehallen gehören der CSD Köln und der Kölner Karneval zu den regelmäßig wiederkehrenden Großereignissen der Stadt.
Foto: Bundesarchiv, B 145 Bild-F001518-0009 / Brodde / CC-BY-SA 3.0