Sporthallen und Stadien

LTU Arena Die Ex-LTU Arena in Düsseldorf heißt heute Esprit Arena.
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Die Stadien in Deutschland zählen zu den modernsten Stadien und Arenen der Welt. Einer der Gründe für diesen Status der Stadien in Deutschland war die FIFA Fußball WM 2006: Im Vorfeld der WM 2006 wurden in Deutschland alle Stadien, in denen WM-Spiele stattfinden sollten, aufwändig saniert und zum Teil sogar neu gebaut.

Sportstätten mit Sponsoren-Namen

Die Namen der meisten Stadien in Deutschland (speziell der größeren Stadien) wurden an Unternehmen „verkauft“: Für einen gewissen Zeitraum können Unternehmen die Namensrechte für ein Stadion gegen einen Preis leihen. Daher heißen Stadien heute zum Beispiel „Allianz Arena“ oder „SAP Arena“.

Die Besitzverhältnisse der deutschen Stadien lassen sich in drei Sektoren einteilen. Während manche Stadien den ansässigen Sportvereinen gehören (zum Beispiel die Allianz Arena in München), sind andere Stadien und Arenen in öffentlicher Hand (z. B. Leipzig) oder gehören einem Unternehmen (z. B. BayArena in Leverkusen).

Stadien als Infrastruktur der Städte

Die modernen Stadien mit ihrem modernen Komfort sowie ihrer Infrastruktur in und in der Peripherie der Stadien (zum Beispiel öffentlicher Nahverkehr, Parkplätze) sind maßgeblich mit dafür verantwortlich, dass die Fußball-Bundesliga bei den Zuschauern so beliebt ist wie selten zuvor. Im europäischen Schnitt ist der deutsche Fußball ganz vorne dabei, was die Zuschauerzahlen anbelangt, und hat Ligen wie die italienische Serie A schon längst überholt. Die modernen Stadien und der hohe Zuschauerschnitt sind auch ein Grund dafür, dass mehr und mehr ausländische Topstars in die Bundesliga wechseln bzw. wieder zurück in die Bundesliga kommen (wie zum Beispiel Ballack, Raul Diego und Camoranesi).

10 der größten Stadien in Deutschland

Orte für Großveranstaltungen

Die Stadien und Arenen haben eine gute Infrastruktur für viele Besucher – von der Würstchenbude bis zu Parkplatz und Anbindung an den ÖPNV. Nicht umsonst werden sie nicht nur für sportliche Großveranstaltungen genutzt: Viele der Stadien sind zum Beispiel auch Auftrittsorte großer Musiker. „Der füllt ganze Stadien!“ ist ein mit Achtung gesprochenes Wort in der Musikbranche. So große Kapazitäten wie im Fußball-Stadion gibt es ansonsten ja kaum. Für die Stadion-Betreiber sind solche Großveranstaltungen wichtige Zusatzeinnahmen für den Betrieb.

Und auch so sind die Stadien oft gefüllt mit Menschen: Kirchen, Gewerkschaften und selbst Aktionärsversammlungen nutzen das große Platzangebot. Große Organisationen haben immer Platzsorgen bei der Auswahl des Veranstaltungsortes. Benefizveranstaltungen, wie zum Beispiel das Weihnachtssingen einiger (Fußball-)Vereine, wären ohne die Stadien nicht organisierbar.

Nicht nur Fußball-Stadien

Deutschlands beliebteste Sportart ist der Fußball. Stadien und große Sportstätten gibt es aber auch für die vielen anderen Sportstätten. Fans der unterschiedlichen Sportarten finden in den eigens für diese geschaffenen Sportstätten ihren Sitz- oder Stehplatz.

  • Die Sportarten der Leichtathletik haben ihre Stadien oft, aber nicht immer, als Kooperationen mit den großen Fußballstadien.
  • Indoor-Mannschaftssportarten wie Handball oder Basketball verfügen über eigene Hallen. Gerade die Bundesligavereine sind auf gute Einnahmen aus den Kartenverkäufen angewiesen.
  • Auch für die Turnerinnen und Turner, Judokas und andere Kampfsportler gibt es im optimalen Fall eigene Sportflächen mit der Möglichkeit von Zuschauern.
  • Der Pferdesport vom Galopprennen bis zur Dressur hat Traditionell große Sportstätten in Deutschland. Galopp- und Trabrennbahnen sind ebenso wie die wenigen großen Dressurreitplätze zu den jeweiligen Events gut besucht.
  • Beim Wintersport gibt es unterschiedliche Stadien für Skiflieger, Bob- und Schlittenfahrer, Alpine Ski-Abfahrten oder die Langläufer. Gerade im Winter Open-Air-Besuchermagneten zu den internationalen Meisterschaften. Eine Besonderheit hier sicher die Eissporthallen die überall in Deutschland bei Eishockey-Spielen und auch für den Eiskunstlauf gut besucht sind.
  • Einige Häfen in Deutschland sind Austragungsort großer Maritimer Regatten oder Wettbewerbs- und Trainingsstrecken für verschiedenste Wassersportarten wie Rudern oder Segeln. Auch hier gibt es meist (zumindest zeitweise) ein „Stadion“.
  • Schwimmhallen sind die Austragungsorte für Meisterschaften der Schwimmer, Turmspringer, Wasserballer und der Tänzer im Wasser, dem Wasserballett. Auch hier gibt es auf der einen Seite das besucherinteresse an Veranstaltungen dieser Sportarten, zum anderen den Bedarf der Vereine und Veranstalter an Einnahmen aus den Eintrittskarten.
  • Fans im Tennis erfreuen sich bei nationalen und internationalen Tennis-Tournieren auf den Tribünen von eigenen Tennis-Arenen an den Spielen. Hier kann es wegen Platzmangel manchmal zu Exklusiven Auswahlprozessen von Besuchern kommen.
  • Im Motorsport gibt es nur wenige große, dafür aber oft gut gefüllte Rennstrecken für die Boliden.
  • Last but not Least: Die Golfplätze, nicht im eigentlichen Sinne Stadien mit Tribünen, aber Sportstätten für aktive Teilnehmer.

Tatsächlich wären viele, viele Events in Deutschland ohne die großen und großartigen Sportstätten in unserem Land wenig denkbar und nicht durchführbar.

Foto: H.J.Lenk

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Die Lanxess Arena wurde in den Jahren 1996 bis 1998 noch unter dem Namen Köln Arena gebaut und ist eine Multifunktionshalle in der...

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