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Karl-Theodor zu Guttenberg ist ab sofort nicht mehr Bundesverteidigungsminister.

Guttenberg Rücktritt als Bundesverteidigungsminister

(Nachrichten aus Deutschland)
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Karl-Theodor zu Guttenberg ist ab sofort nicht mehr Bundesverteidigungsminister und damit auch nicht mehr für die Belange der Bundeswehr zuständig. Nachdem der Verteidigungsminister durch die Gorch-Fock-Affäre bereits ins Wanken geriet, wurde Karl-Theodor zu Guttenberg durch die Plagiatsvorwürfe um seinen Doktortitel nun endgültig zu Fall gebracht. Damit scheint in Deutschland eine der hoffungsvollsten Politkarrieren der vergangenen Jahre zumindest vorläufig ihr Ende gefunden zu haben. Nicht wenige handelten Karl-Theodor zu Guttenberg bereits als den kommenden Mann im Bundeskanzleramt in Berlin, einem Anspruch, dem der Shooting-Star der CSU durchaus hätte gerecht werden können.

Am heutigen Vormittag verkündete Karl-Theodor zu Guttenberg auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in Berlin seinen Rücktritt als Bundesverteidigungsminister. Er habe Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) um seine Entlassung als Verteidigungsminister gebeten und seinen Entschluss im Vorfeld auch schon Bundespräsident Christian Wulff (CDU) mitgeteilt, wie Guttenberg den Journalisten in der Hauptstadt mitteilte. Merkel hielt sich zum Zeitpunkt der Erklärung noch auf der CeBIT in Hannover auf und wurde über den Rücktritt des Verteidigungsministers am Morgen offenbar telefonisch unterrichtet. Am Nachmittag wird Mekel in Karlsruhe erwartet, wo die Kanzlerin um Stimmen für die Landtagswahl in Baden-Württemberg werben und sich gegebenenfalls zum Guttenberg-Rücktritt äußern wird. 

Jura-Professor Andreas Fischer-Lescano aus Berlin war eigenen Angaben zufolge bei einer "routinemäßigen Überprüfrung" der Guttenbergschen Doktorarbeit auf mehrere Absätze gestoßen, die Guttenberg offensichtlich von anderen Autoren übernommen hatte, ohne dies ausreichend zu kennzeichnen. Wie sich weiter herausstellte, handelte es sich dabei nur um die Spitze eines Eisbergs. Immer mehr Passagen der fraglichen Doktorarbeit sahen sich dem Verdacht des Plagiats ausgesetzt, nachdem politische Gegner Guttenbergs gezielt danach zu suchen begannen. Nachdem in den vergangenen Jahren auch der Rückhalt der Koalitionspartner CDU und FDP schwand, sah der Verteidigungsminister seine Felle davonschwimmen. Eine Rückkehr von Karl-Theodor zu Guttenberg auf die politische Bühne in Deutschland scheint nach dem erzwungenen Rücktritt als Verteidigungsminister zumindest vorerst ausgeschlossen. Bereits in der vergangenen Woche gab Guttenberg seinen akademischen Titel freiwillig zurück, kurz darauf erkannte die Universität Bayreuth, wo der CSU-Politiker einst promovierte, den Doktortitel auch offiziell ab.

Kai Rebmann

Foto: Templermeister / pixelio.de

Datum: 01.03.2011

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