Deutschlands Weltkulturerbe
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Den zweiten Sonntag im September sollten sich diejenigen vormerken, die an Zeitzeugen der Geschichte der Menschheit und in der Natur interessiert sind. In diesem Jahr ist es der 11. September. Der „Tag des offenen Denkmals“ in Deutschland bietet Geschichte zum Anfassen, begreifen und verstehen. An diesem Tag öffnen bundesweit historische monumentale, sakrale und bürgerliche Bauten und Stätten ihre Tore, die normalerweise nicht für die Öffentlichkeit zugänglich sind oder nur teilweise bzw. mit Genehmigungen Zutritt gewähren.

Das UNESCO-Weltkulturerbe in Deutschland sowie das Weltnaturerbe in Deutschland rückte in den vergangenen drei Jahren erneut in den Vordergrund. Dass Deutschland eine reizvolle und sehr abwechslungsreiche Landschaft besitzt, wird allein schon durch die Differenzierung der Küstenlandschaften im Norden und der alpinen Welt im Süden deutlich. Dazu gesellen sich einmalige Flussverläufe, Wälder sowie Naturparks mit einer außergewöhnlichen Artenvielfalt an Pflanzen und Tieren. Derzeit zählt Deutschland 36 Stätten, die sich auf der Liste des UNESCO-Welterbes befinden. In diesem Jahr kamen vier Stätten in Deutschland dazu. Auf der Liste des UNESCO-Welterbes befinden sich jetzt die alten Buchenwälder, die prähistorischen Pfahlbauten der Alpen, das Fagus-Werk in Alfeld und das Wattenmeer vor der Küste Hamburg komplettiert das gesamte Wattenmeer Niederlande/Deutschland zum Weltnaturerbe.
In der genauen Auflistung lassen sich jetzt mehrere Stätten des UNESCO-Welterbes neu entdecken. Fünf Buchenwälder in Deutschland tragen den begehrten Titel. Dazu gehören der Grumsiner Forst in Brandenburg, der Nationalpark Jasmund auf der Insel Rügen, der Serrahner Buchenwald im Müritz-Nationalpark, der Nationalpark Hainich und der Nationalpark Kellerwald-Edersee in Hessen. Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer wurde erst in diesem Jahr auf die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes gesetzt. Es umfasst die Region der Elbmündung in Cuxhaven sowie der Nordseeinseln Nigehörn, Neuwerk und Scharhörn.

In Niedersachsen gilt es, die Fabrikanlage Fagus-Werk in Alfeld als UNESCO-Welterbestätte in Deutschland neu zu entdecken. Dieses Werk ist das bislang älteste Zeugnis und somit Ursprung der modernen Industriearchitektur. Glas und Stahl aus der Schöpferkraft des Architekten Walter Gropius sind noch heute ein Markenzeichen der neuen Industriearchitektur.

Die Pfahlbauten in den Alpen ist eine länderübergreifende Entdeckungsreise auf den Spuren des neuen UNESCO-Welterbes in Deutschland. 111 prähistorische Pfahlbauten verteilen sich auf sechs Länder der Alpen. 18 dieser Pfahlbauten können in Baden-Württemberg sowie in Bayern besucht werden.
 

Katja Elflein

Datum: 14.08.2011

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