Wanderwege in Deutschland

Wanderwege in Deutschland Wandern in Norddeutschland - zum Beispiel unter alten Allee-Bäumen

Kurzfakten zum Thema

  • Weglänge allein sagt wenig über Schwierigkeit und Zeitbedarf aus.
  • Höhenmeter, Untergrund, Wetter und persönliche Kondition bestimmen die Tour.
  • Markierungen ersetzen keine aktuelle Karten- oder Routenprüfung.
  • Wasser, Wetterschutz und passende Schuhe gehören auch auf kürzere Wanderungen.
  • Schutzgebietsregeln und saisonale Sperrungen werden beachtet.

Deutschland ist einfach wanderbar! Es gibt kaum eine Region, die man nicht als Wanderregion bezeichnen könnte. Die Gebirgs und Wandergemeinschaften sorgen dafür, dass man auf besten Pfaden wandelt. Ebenso sind die Wege und Wanderrouten in der Bundesrepublik gut gekennzeichnet und abdeckendes Kartenmaterial garantiert, nicht vom rechten Weg abzukommen.

Klima mache Deutschland zum Wanderland

Dank den milden Klimas ist Deutschland oft ganzjährig zu bewandern. Dabei gibt es niemals das falsche Wetter sondern oft nur die falsche Kleidung unter Wanderfreunden. Wer sich auf Schusters Rappen begibt, kann dies im Wanderland Deutschland auf unterschiedlichste Art und Weise tun. Ob Tagestouren oder ausgedehnte Wanderungen über mehrere Tagesetappen, Deutschlands Wanderwege geben allen Möglichkeiten den richtigen Wegweisern zu folgen.

Internationale Wanderwege

Auch internationale Wanderwege verlaufen durch Deutschland. Dennoch bleiben aber die regionalen Wanderrouten das Salz in der Wanderer Suppe. Einer der längsten Wege ist die 66 Seen Wanderroute rund um die deutsche Hauptstadt Berlin. Knappe 370 Kilometer lassen sich auf 14 einzelne Tagesetappen verteilen. Dabei verläuft die 66 Seen Route durch einige der schönsten Naturgebiete Berlins und Brandenburgs.

Barbarossa Weg

Auch der Barbarossa Weg gehört zu den oft begangenen Wanderrouten in Deutschland. Er führt vom hessischen Korbach zum monumentalen Kyffhäuser Denkmal in Thüringen. Dabei führt der Barbarossa Weg durch Orte und Regionen, die der berühmte Kaiser einst selbst bereiste. Der Barbarossa Wanderweg ist dabei auch eine Wanderroute der Deutschen Einheit und verbindet die alten mit den neuen Bundesländern.

Hermannsweg

Mit einem dicken „H“ gekennzeichnet verläuft der Hermannsweg über den Bergrücken des Teutoburger Waldes in Ostwestfalen. Die knapp 150 Kilometer kann man bequem in mehreren Tagesetappen meistern und passiert dabei das bekannte Hermannsdenkmal bei Detmold und durchwandert direkt die Stadt Bielefeld, durch deren Mitte der Teutoburger Wald verläuft.

Eifelstieg

Auch eine beliebte Wanderroute ist der Eifelstieg. Dieser verläuft durch die gleichnamige Region von Aachen nach Trier und verbindet damit zwei historische Städte miteinander. Trier ist als gut erhaltene Römerstadt an der Mosel einer der Plätze des UNESCO Welterbes, wie die Porta Nigra mit der Kaiserstadt Aachen, in deren Zentrum der Aachener Kaiserdom thront.

Neandersteig

Zu den Geheimtipps mitten im Land gehört der Neandersteig im Neanderland, dem Kreis Mettmann. Leidlich unbemerkt wurde er vor einigen Jahren eingerichtet und wendet sich an Tagesausflügler und Wander-Fans vor allem aus der Umgebung: Dem Ruhrgebiet, Düsseldorf, Wuppertal und Köln.

Doch muss man nicht immer den Fernwanderwegen in Deutschland folgen. Auch kleinere Wanderregionen, wie das Sauerland, Niederbayern, die Schwäbische Alb oder die Mecklenburger Seenplatte bieten Wandergelegenheiten für einige Stunden.

Häufige Fragen

Wie wählt man eine passende Wanderung?

Distanz, Höhenmeter, Untergrund und Gehzeit werden an Erfahrung und Kondition der Gruppe angepasst.

Welche Ausrüstung braucht man?

Passende Schuhe, Wasser, Wetterschutz, Sonnenschutz und eine aktuelle Route sind die Grundlage.

Sind Wanderwege ganzjährig begehbar?

Nein. Schnee, Eis, Nässe, Forstarbeiten und Naturschutz können Wege zeitweise unpassierbar machen.

Wie plant man mit Kindern?

Kurze Etappen, klare Ziele, Pausen und sichere Abbruchmöglichkeiten halten die Tour realistisch.

Was ist bei Hitze wichtig?

Früher Start, ausreichend Wasser, schattige Abschnitte und der Verzicht auf überlange Etappen reduzieren Belastungen.

Foto: Karin Höll